Bessere Übersichtlichkeit durch Konsolidierung
Im Laufe der Jahre sammeln sich bei praktisch jedem Entwickler fast unweigerlich zahlreiche Projekte, Experimente und Archivbestände an. Durch die Weiterentwicklung der zahlreichen Werkzeuge zur Software-Entwicklung kommt es auch immer wieder zu der Situation, dass ein vorhandener Altbestand nicht mehr migriert werden soll, sondern nur noch für Referenzzwecke auch weiterhin verfügbar bleiben soll. Solange dies nur auf der lokalen Festplatte geschieht, bleibt eine gewisse Übersichtlichkeit auch noch erhalten. Wird jedoch beispielsweise die Versionsverwaltung zu einem spezialisierten Hoster ausgelagert, ist die Bestandsaufnahme nicht mehr so trivial.
In dieser Situation zahlt es sich aus, rechtzeitig auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Gerade beim Profi Webhosting sollte der Preis nur ein sekundäres Kriterium darstellen, denn die Kosten durch mögliche negative Auswirkungen eines schlechten Hosters auf den gesamten Geschäftsbetrieb liegen um Größenordnungen über den potentiellen Einsparungen durch Wahl eines Billiganbieters. Alleine die Vorstellung, dass das gesamte Subversion Hosting durch einen Vorfall beim Hoster nicht mehr verfügbar ist, treibt dem Verantwortlichen zu Recht den Angstschweiß auf die Stirn.
Das erste Gebot lautet daher, auf Qualität zu achten. Verlässliche Hoster bieten zudem auch Sonderleistungen wie die Migration vorhandener Datenbestände an, mit denen sich die im Laufe der Zeit organisch gewachsenen Strukturen konsolidieren und vereinfachen lassen. Während es vor einigen Jahren noch üblich war, jeden Teilaspekt bei einem spezialisierten Spartenhoster unterzubringen, ist die Technik mittlerweile so weit fortgeschritten, dass diese Aufsplitterung nur noch zusätzliche Kosten verursacht. Die gemeinsame Unterbringung bei einem verlässlichen, passend spezialisierten Hoster erlaubt die Nutzung zahlreicher Synergieeffekte. So können die einzelnen Entwicklungswerkzeuge nahtlos miteinander verknüpft werden, beispielsweise die Entwicklungsumgebung Eclipse mittels Java Hosting und entsprechenden Plugins mit dem Repository auf Basis von Subversion. Auch die Erfassung und Bearbeitung von Fehlern mittels eines Bugtrackers wie Bugzilla findet hier reibungslos Anschluss, so dass der gesamte Workflow von der Entdeckung eines Fehlers bis zu seiner dokumentierten Behebung keinerlei Medienbrüche aufweist.
Flexibilität durch Virtualisierung
Die fortschreitende Servervirtualisierung erlaubt dabei, zahlreiche spezielle Spartenlösungen durch gut abgestimmte Hosting-Pakete zu ersetzen. So ist es beispielsweise schon länger nicht mehr exotisch, neben Java auch Ruby Hosting zu betreiben. Praktisch alle verfügbaren Werkzeuge zur Software-Entwicklung lassen sich auf diesen Paketen aus dem Profi Webhosting ohne Umstände zum Einsatz bringen. Darunter selbst große, bekannte Projekte wie Jira – mit einem gut aufgestellten Hoster als Rückendeckung lässt sich vieles an bisher getrennten Modulen auf einer gemeinsamen Plattform zusammenfassen. Das erleichtert nicht nur den Zugriff auf die so verwalteten Daten, sondern bietet auch Vorteile unter den immer relevanten Gesichtspunkten Backup, Zugangsberechtigungen und Datenschutz. Mit einer gut durchdacht aufgebauten Infrastruktur lassen sich viele Probleme beseitigen, die durch die historische Entwicklung der Entwicklungswerkzeuge und -techniken im Laufe der Zeit entstanden sind.
In der Praxis fehlt oft die Zeit dazu, Altbestände zu analysieren und gegebenenfalls auf aktuelle Systeme zu migrieren. Wird diese Problematik allerdings zu lange ignoriert, kommt es zwangsläufig zu Folgeproblemen, beispielsweise wenn eine alte Versionsverwaltung auf modernen Systemen nicht mehr lauffähig ist und erst umständlich experimentiert werden muss, wie der Zugang zu den dort archivierten Daten noch möglich ist. Hier empfiehlt es sich, langfristig zu planen und regelmäßig zu prüfen, welche Systeme migriert werden können oder gar sollten. Ein aktives Vorgehen ist einer durch äußere Umstände erzwungenen Reaktion deutlich vorzuziehen.

Eines der bekanntesten Werkzeuge aus dieser Kategorie ist Bugzilla, das nicht nur die interne Organisation ermöglicht, sondern auch alle Mittel zur Verfügung stellt, um von Dritten gefundene Bugs möglichst ausführlich zu dokumentieren. Jeder Bug durchläuft dabei verschiedene Phasen von der Meldung über die Verifizierung bis hin zur Behebung, die mittels eindeutiger Kennungen für alle Beteiligten einfach nachzuvollziehen sind. Der Clou daran: Der sogenannte Bugtracker bietet auch eine Anbindung an Subversion, so dass sich nicht nur der Fehler selbst, sondern auch die zugehörigen Änderungen am Quellcode, Anmerkungen und weiteres nahtlos verwalten lassen.