Effizienz durch Konzentration auf Synergien und Kernkompetenzen
Heutzutage sehen sich Entwickler immer öfter auch mit betriebswirtschaftlichen Aspekten konfrontiert, die mit ihrer eigentlichen Aufgabe, der Programmierung und Entwicklung von Soft- und Hardware, kaum Berührungspunkte haben. Dennoch kann es kaum ein Entwickler vermeiden, sich damit befassen zu müssen. Der allgemein vorherrschende Druck, sowohl Kosten einzusparen als auch mehr Leistung zu erbringen, führt zu einer beständigen Suche nach sogenannten Optimierungspotenzialen.
Dabei müsste jedem denkenden Menschen klar sein, dass Leistungszuwächse und Einsparungen nicht endlos machbar sind – trotzdem dreht sich die Spirale munter weiter. Kreative Ideen sind in diesem Fall ein gutes Mittel, das Beste aus der Situation zu machen. Altbekannt ist dabei die Methode des Outsourcing, bei der bisher innerbetrieblich geleistete Aufgaben an einen spezialisierten externen Dienstleister übertragen werden. Ein vergleichsweise neuer Sektor ist hierbei das Profi Webhosting das beispielsweise dazu genutzt werden kann, um spezielle webbasierte Dienste auszulagern. Eine Sparte hiervon ist das Subversion Hosting, bei dem das bisher interne Repository der Versionsverwaltung zu einem externen Dienstleister ausgelagert wird.
Mit dieser Auslagerung lassen sich im Betrieb Kosten gleich für mehrere Kostenstellen einsparen, je nach betrieblicher Struktur gehen damit sogar noch Leistungssteigerungen einher. Das funktioniert wie folgt: Mit der Auslagerung der Versionsverwaltung werden Ressourcen frei, beispielsweise der Server, auf dem das Repository lag. Dessen Administration vereinfacht sich ebenfalls, wodurch mehr Zeit für andere administrative Aufgaben zur Verfügung steht. Wurde – wie in kleinen Betrieben durchaus üblich – der Server von einem Entwickler betreut, so kann dieser sich nun mehr seinen eigentlichen Aufgaben widmen. Zudem erhöht sich durch den Wegfall des Zugangs zum Repository von außen – sofern vorhanden – praktisch automatisch auch die Sicherheit des lokalen Netzwerks, da weniger laufende Dienste auch weniger Angriffsfläche für Attacken aus dem Internet bedeuten.
Integration von Subversion in Entwicklungsumgebungen
Bei den Entwicklungswerkzeugen ergeben sich durch die Umstellung kaum Änderungen – da Subversion auf Standardprotokolle aufsetzt, ist es für die Entwicklungsumgebung praktisch einerlei, ob das Repository im lokalen Netz liegt oder über das Internet zugänglich ist. Meist wird beim SVN Hosting gleich ein ganzes Paket nützlicher Werkzeuge als fertig konfiguriertes Toolkit angeboten, so dass neben der reinen Versionsverwaltung auch noch Bugtracker, Projektverwaltung und/oder andere Werkzeuge fertig integriert zur Verfügung stehen. Häufig anzutreffende Vertreter dieser Sparten sind beispielsweise Jira oder Bugzilla. Der Hoster kümmert sich dabei um alle Belange, die mit dem Betrieb der ausgelagerten Dienste zusammenhängen, so dass den Entwicklern stets ein kompetenter Ansprechpartner zu Verfügung steht, wenn Probleme auftreten oder Fragen zu klären sind. Üblicherweise lassen sich auch sehr umfangreiche Sonderwünsche problemlos umsetzen, was die Umstellung auf den externen Dienstleister so reibungslos wie möglich gestaltet.
Die Kombination aus anspruchsvoller Kundschaft und einer breiten Palette von Anbietern hat beim Subversion Hosting darüber hinaus auch dazu geführt, dass sich vor allem leistungsfähige und flexible Anbieter am Markt behaupten konnten. Kundenorientierung wird hier also groß geschrieben, ohne dabei wichtige Aspekte wie Ausfallsicherheit, Verfügbarkeit und Sicherheit zu vernachlässigen. Im Gegenteil – viele Unternehmen entscheiden sich regelmäßig aufgrund der guten Erfahrungen im Profi Webhosting dafür, auch die eigene Webpräsenz und andere internetgestützte Dienste dorthin zu verlagern.

Die Auslegung als webbasierte Lösung erleichtert dabei die Integration der einzelnen Bauteile in eine optimale Gesamtlösung für die individuellen Anforderungen. So lassen sich beispielsweise Einträge aus dem Bugtracker Bugzilla sehr leicht mit den zugehörigen Check-Ins in Subversion verknüpfen, so dass aus dem Verlauf im Bugreport direkt ersichtlich ist, welche Änderungen wo vorgenommen wurden, um den Fehler zu beheben. Die Plattformunabhängigkeit der webbasierten Lösungen setzt sich dabei in alle Richtungen fort: Selbst die Entwicklungsumgebung kann unabhängig sein – das beste Beispiel dafür ist wohl Eclipse. Die oben angesprochene modulare Konstruktion kommt auch hier wieder zum Einsatz: Mittels des Plugins Subclipse lässt sich direkt aus der IDE Kontakt zum Repository aufnehmen – so schließt sich der Kreis.
Eines der bekanntesten Werkzeuge aus dieser Kategorie ist Bugzilla, das nicht nur die interne Organisation ermöglicht, sondern auch alle Mittel zur Verfügung stellt, um von Dritten gefundene Bugs möglichst ausführlich zu dokumentieren. Jeder Bug durchläuft dabei verschiedene Phasen von der Meldung über die Verifizierung bis hin zur Behebung, die mittels eindeutiger Kennungen für alle Beteiligten einfach nachzuvollziehen sind. Der Clou daran: Der sogenannte Bugtracker bietet auch eine Anbindung an Subversion, so dass sich nicht nur der Fehler selbst, sondern auch die zugehörigen Änderungen am Quellcode, Anmerkungen und weiteres nahtlos verwalten lassen.