Das richtige Hostingpaket für Programmierer
Programmierer stellen nicht nur bestimmte Anforderungen an ihre Computer, auch in Sachen Webhosting stellen sie andere Ansprüche als Otto Normalbürger. Während den meisten Nutzern ein simples Hostingpaket mit Webspace, Datenbanken, einer Domain, PHP und E-Mailaccounts vollkommen ausreicht, so stoßen Entwickler häufig schnell an die Grenzen der Mainstream-Angebote. Hier lohnt sich dann ein Blick auf das Segment Profi Webhosting, denn hier bekommt der interessierte Kunde Pakete für praktisch jeden Geschmack angeboten. Ob für die Versionsverwaltung mittels Subversion oder für die Entwicklung und den Betrieb von Web-Applikationen, etwa als Java Hosting mit integrierter Entwicklungsumgebung, hier finden sich Anbieter, die ihre Marktposition nicht in erster Linie über den Preis, sondern über Leistung, Service und Betriebsstabilität definieren.
Was bedeutet das konkret für den Entwickler?
Der webbasierte Entwicklungswerkzeuge wie Eclipse oder Bugzilla einsetzen will? Zunächst erst einmal, dass er sich um viele Aspekte des Betriebs nicht mehr selbst kümmern muss. Dazu gehört zuallererst die Systemsicherheit. Computer, die über das Internet erreichbar sind – und sein müssen – stehen praktisch permanent unter Dauerfeuer von automatischen Scannern, die bei allen erreichbaren Systemen versuchen, bekannte Lücken auszunutzen. Selbst wenn keine ausnutzbaren Lücken auf dem angegriffenen Server vorhanden sind, so bedeutet dies dennoch eine gewisse Systemlast und auch eine Menge Datentransfer. Es ergeben sich also zwei Schlüsse: Zum einen sind Tarife mit unbegrenztem Inklusiv-Datentransfer positiv zu bewerten, und zum anderen bedeutet ein tüchtiger Hoster mit gut geschultem Personal besseren Schutz der eigenen Daten vor Angriffen Dritter.
Selbstverständlich kann der Hoster nicht verhindern, dass der Entwickler sich selbst sabotiert, beispielsweise durch die Nutzung schwacher Passwörter. Er kann aber sehr wohl dafür sorgen, dass der Server trotz laufender Angriffe gut verfügbar bleibt und steht sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand ist. Dies ist praktisch eine Vollzeitaufgabe, daher rentiert es sich für die allermeisten Entwickler, diese Aufgabe an einen verlässlichen Hoster zu delegieren. So kann mehr Zeit für die Kernkompetenzen genutzt werden, allem voran die Programmierung.
So lassen sich die Investitionen für das Profi Webhosting innerhalb kürzester Zeit wieder einspielen, denn trotz aller Leistungsfähigkeit gibt es auch in diesem Segment einen gesunden Wettbewerb, der zu konkurrenzfähigen Angeboten für die Nutzer führt. Bedingt durch die relativ hohen Anforderungen an Technik und Personal hat sich in diesem Bereich bislang noch kein ruinöser Wettbewerb ausgebreitet, was auch daran liegen mag, dass die Klientel recht gut über Aufwand und Preise Bescheid weiß. Spätestens wenn das Subversion Hosting mit Schnäppchenpreis zum Datengrab mutiert ist, wird sich auch der sparsamste Entwickler lieber für einen verlässlicheren Hoster entscheiden, und weniger auf den Preis schauen.
Gerade bei der Versionsverwaltung lässt sich die Notwendigkeit hoher Verlässlichkeit und ausreichender Backupfrequenz nicht durch günstige Preise wegdiskutieren. Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob es sich beim Kunden um einen ambitionierten Hobbyprogrammierer handelt oder ein multinationales Entwicklungsteam, das über den halben Erdball verteilt ist. In beiden Fällen ist die Sicherheit des Sourcecodes eine hohe Priorität – auch wenn sich die Motive durchaus unterscheiden mögen. Beim Hobbyprogrammierer mag der emotionale Wert der Daten überwiegen, bei einem Unternehmen kann der Verlust der Daten in der Versionsverwaltung schnell zu einer existenzbedrohenden Situation führen. Abhilfe ist hier nur durch eine gut durchdachte Backupstrategie zu schaffen – und einen Dienstleister, der sein Handwerk versteht.

Eines der bekanntesten Werkzeuge aus dieser Kategorie ist Bugzilla, das nicht nur die interne Organisation ermöglicht, sondern auch alle Mittel zur Verfügung stellt, um von Dritten gefundene Bugs möglichst ausführlich zu dokumentieren. Jeder Bug durchläuft dabei verschiedene Phasen von der Meldung über die Verifizierung bis hin zur Behebung, die mittels eindeutiger Kennungen für alle Beteiligten einfach nachzuvollziehen sind. Der Clou daran: Der sogenannte Bugtracker bietet auch eine Anbindung an Subversion, so dass sich nicht nur der Fehler selbst, sondern auch die zugehörigen Änderungen am Quellcode, Anmerkungen und weiteres nahtlos verwalten lassen.