IT-Auslagerung aus Sicht des Entscheiders
Die interne IT eines Betriebs ist für viele Entscheider immer noch ein Reizthema. Die Erfolge der IT sind schlecht zu beziffern, die verursachten Kosten hingegen sehr gut. Hinzu kommt, dass diese Kosten durchaus einen beträchtlichen Anteil der Bilanz darstellen können. Kommt zu Personalkosten für die IT-Abteilung auch noch die Unterhaltung einer eigenen IT-Infrastruktur hinzu, können erhebliche Kosten auflaufen, denen nicht immer offensichtlicher Nutzen gegenüber gestellt werden kann. Doch dieses Bild trügt. Die EDV stellt einen wichtigen Teil des Fundaments eines Unternehmens dar. Hier ist also auch der Entscheider gefragt, sich einen tiefen Einblick in die Verflechtungen der EDV mit den anderen Bereichen des Unternehmens zu verschaffen.
Sinnvolle Auslagerungen statt Kostenersparnis auf Biegen und Brechen
Wichtig ist dabei die Abwägung zwischen sinnvoller Kostenersparnis und kontraproduktiver Streichung von wichtigen Ausgaben. Ein Beispiel hierzu: Die Nutzung von Profi Webhosting zur Auslagerung von bisher selbst betriebenen Diensten bringt häufig eine deutliche Kostenersparnis mit sich. Wählt man seinen Partner dabei mit Bedacht, so steht einem reibungslosen Betrieb nichts im Wege. Auch Application Server lassen sich so häufig kostengünstig auslagern. Laufen beispielsweise Tomcat-Server im Unternehmen, so kann ein Dienstleister das Java Hosting übernehmen und so Kosten einsparen. Allerdings sollte man nicht darauf verzichten, eigene Backups anzulegen. Obwohl beim Profi Webhosting grundlegende Features wie Ausfallsicherheit durch RAID-Systeme, redundante Anbindungen und Netzteile sowie regelmäßige Backups zum Standard gehören, kann es absolut nicht schaden, zusätzlich noch eigene Backups vorzuhalten. Der Aufwand hierfür hält sich sehr in Grenzen.
Verlagerung der Softwareentwicklung ins Web
Wird plattformunabhängig entwickelt, beispielsweise in Java, oder zumindest eine plattformunabhängige Entwicklungsumgebung wie Eclipse eingesetzt, so lässt sich auch diese komplett ins Profi Webhosting auslagern. Dabei wandern auch alle angebundenen Dienste mit – von Trac bis zu Bugzilla lassen sich die webbasierten Entwicklungswerkzeuge einfach auf den Hoster auslagern. Der Hoster kann seine Leistungen mit einer ganz anderen Kostenstruktur anbieten, so dass beide Seiten davon profitieren. Last but noch least hat dies sogar einen Umweltschutzaspekt: Zentralisierte Systeme in Rechenzentren haben in der Regel eine deutlich höhere Effizienz als die Summe der dezentralen Systeme, die ohne Profi Webhosting in den Unternehmen eingesetzt würden. Durch den Einsatz virtueller Server kann dabei die Hardware noch effizienter genutzt werden und Leistungsspitzen werden im Verbund abgefedert. Dies stellt eine klassische Win-Win-Situation dar, mit einem Potenzial, dessen Ausschöpfung meist nicht einmal annähernd erreicht wird. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Möglichkeiten der Technik hier meist nur teilweise bekannt sind, was zu Skepsis führt. Auch die Themen Datenschutz und Sicherung der Firmengeheimnisse spielen hier eine Rolle. Die Sicherheit ist jedoch bei interner IT-Landschaft nicht größer als bei einem gut abgesicherten Webhosting – werden schwache Passwörter gewählt oder sicherheitsrelevante Einstellungen nicht richtig getroffen, so sind die Daten in beiden Szenarien gleichermaßen gefährdet. Diesen Risiken gegenüber steht ein enormer Zuwachs an Flexibilität, denn alle ausgelagerten Dienste sind – entsprechend eingerichtet – automatisch überall dort erreichbar, wo ein Internetanschluss zur Verfügung steht. Damit kann auch auf Geschäftsreisen schnell agiert werden, und Teilzeitarbeits-Szenarien sowie Teleworking lassen sich viel einfacher und reibungsloser umsetzen.





Ebenso wie bei PHP benötigt man für Webanwendungen mit Ruby einen entsprechend ausgerüsteten Webserver. Bei den Billighostern sucht man entsprechende Angebote bislang meist vergebens, was sicherlich auch daran liegt, dass dort argumentiert wird, man habe ja PHP im Angebot. Taugliche Angebot mit Ruby an Bord finden sich meist im Segment Profi Webhosting, oft im Kielwasser weiterer spezialisierter Angebote, wie etwa Subversion zur Versionsverwaltung. Dort erhält man auch schon für kleines Geld ein gut abgerundetes Paket, mit dem die ersten Schritte in der neuen Sprache keine Probleme mehr aufwerfen.
Im Laufe der Jahre sammeln sich bei praktisch jedem Entwickler fast unweigerlich zahlreiche Projekte, Experimente und Archivbestände an. Durch die Weiterentwicklung der zahlreichen Werkzeuge zur Software-Entwicklung kommt es auch immer wieder zu der Situation, dass ein vorhandener Altbestand nicht mehr migriert werden soll, sondern nur noch für Referenzzwecke auch weiterhin verfügbar bleiben soll. Solange dies nur auf der lokalen Festplatte geschieht, bleibt eine gewisse Übersichtlichkeit auch noch erhalten. Wird jedoch beispielsweise die Versionsverwaltung zu einem spezialisierten Hoster ausgelagert, ist die Bestandsaufnahme nicht mehr so trivial.
Ältere Programmierer kennen sicherlich noch die Programmiermethoden aus der Computer-Steinzeit, als Programme beispielsweise auf Lochkarten gespeichert wurden. Jede Spalte auf der Lochkarte stellte den Inhalt für eine Speicherstelle im Computer dar, und die meisten Programme und Datensammlungen umfassten viele, viele solche Lochkarten. Verheerend war es, wenn die richtige Reihenfolge der Karten durcheinander kam, beispielsweise wenn ein Stapel nicht richtig eingelesen werden konnte, oder schlicht und einfach aus der Hand fiel. Dann folgten viele Stunden mühseliger Puzzle-Arbeit, um alle Karten wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen.